Diskus

Diskus

Der majestätische Diskusfisch

Der Diskusfisch ist einer der intelligenteten und kommunikatisten Fische in der Aquaristik. Er gilt zu unrecht als kompliziert. Wenn der Halter sich ein wenig auf die Bedürfnisse des Fisches einläßt, ist der Diskus ein einfach zu haltender und geselliger Zeitgenosse. Mit diesem Blog möchte ich den Interessenten einige Informationen über die Herkunft und die daraus abgeleiteten Ansprüceh des Fisches geben.

Der Majestätische Diskus - Herkunft - Haltung

AquaristikPosted by Friedrich Bier Sun, February 08, 2015 00:44:18
H3 { margin-bottom: 0.21cm; }H3.western { font-family: "Liberation Sans",sans-serif; }H3.cjk { font-family: "Droid Sans Fallback"; }H3.ctl { font-family: "Lohit Hindi"; }TD P { margin-bottom: 0cm; }H2 { margin-bottom: 0.21cm; }H2.western { font-family: "Liberation Sans",sans-serif; font-size: 14pt; font-style: italic; }H2.cjk { font-family: "Droid Sans Fallback"; font-size: 14pt; font-style: italic; }H2.ctl { font-family: "Lohit Hindi"; font-size: 14pt; font-style: italic; }H1 { margin-bottom: 0.21cm; }H1.western { font-family: "Liberation Sans",sans-serif; font-size: 16pt; }H1.cjk { font-family: "Droid Sans Fallback"; font-size: 16pt; }H1.ctl { font-family: "Lohit Hindi"; font-size: 16pt; }P { margin-bottom: 0.21cm; } Der majestätische Diskusfisch Erscheinung


Der Diskusfisch hat seinen Namen aufgrund seiner rundlichen Form. Er wird bis zu 20 cm lang und kann über 15 cm hoch werden. Der Besonderheit seiner Form ist mit der Höhe des Beckens von mindestens 50 cm Rechnung zu tragen.

Als Hybride ist der Diskus mitlerweile in den verschiedensten Farbkombinationen erhältlich. Die asiatischen Zuchten lassen für den Liebhaber kaum Wünsche offen. Wild ist der Diskus in Südamerika zu finden. Lediglich der Alenquer kommt in Europa vor.

Der Alenquer fällt mit seinen Bedürfnissen gänzlich aus der Reihe. Sein Bedarf ist nicht vergleichbar mit dem seiner südamerikanischen Artgenossen. So mag er eher hartes, mineralstofreiches Wasser. Auch die Temperaturen liegen unterhalb der südamerikanischen Spezies und muß daher gesondert behandelt werden.


Becken

Mindesthöhe 50 cm und mindstens 300 l für ein reines Diskusbecken. Diskusse sind Schwarmfische und sollten deshalb nicht allein gehalten werden. Ein reines Diskusbecken sollte über eine Gesellschaft von mindestens 8 Diskusfischen verfügen.

Innerhalb eines Gesellschaftsaquariums kann ein Diskuspaar gehalten werden. Auch wenn der Dikus von seiner Veranlagung ein sehr friedlicher Fisch ist, ist zu beachten, daß kleine Fische wie ein Neon unter Diskussen zum Lebendfutter mutieren kann. Fische, die mit Diskussen gehalten werden sollten daher robust und groß genug sein, um sich im Zusammenleben mit diesen majestätischen Fischen durchsetzen zu können.


Boden

Der Diskus ist ein Fisch, der in Ufernähe beheimatet ist. Liebhaber dieser Fische legen in Ihrem Aquarium ein uferähnliche Szenario an. Ein Boden aus Kies, nach vorne hin auslaufend, auf sandiger Basis. Wurzelholz ziert das Becken und gehört zum natürlichen Ambiente des Diskusfisches. Zwischen den Hölzern wachsen verschiedene Pflanzen, die nach vorne hin immer kleinwüchsiger ausfallen. Da der Diskusfisch Allesfresser ist kann er Wasserpflanzen wirklich ganz auffressen. Die Pflanzen sollten daher so ausgewählt sein, daß sie entweder sehr robust sind, oder problemlos ersetzt werden können. Da der Diskus mit seinen Fäkalien den Boden belastet, sollte das Becken so eingerichtet sein, daß der Boden problemlos gemulcht werden kann.

Da Diskusse gerne auf harten Blättern laichen sind die Pflanzen

Echinodorus beleheri

Echinodorus Amazonicus

für Diskusbecken besonders geeignet. Sie bieten dem Diskus auch genügend Widerstand, so daß diese Pflanze echte Überlebenschancen hat.

Wasser

Die Diskusfische lieben mineralstoffarmes und weiches Wasser. Der PH-Wert kann in einem Diskusbecken durchaus unter 6 und der Gesamthärtegrad bei 7 oder 8 liegen. Bei diesen Verhältnissen fühlt sich der Diskus wie zu Hause. Wem das zu kompliziert ist kann den Diskus auch in Leitungswasser halten. Das Leitungswasser sollte aber nicht zu hart ausfallen ( max einen PH-Wert von 7 bis 7,5 ) und auf jeden Fall mit Wasseraufbereiter behandelt sein, damit die für den Fisch giftigen metallischen Verbindungen gebunden werden. Allerdings sollte der Fisch beim Kauf, sofern Ihr Tierhändler den Fisch nicht selbst auf Leitungswasser hält, langsam an die Wasserqualität gewöhnt werden, da er auf ansteigende PH–Werte empfindlich reagiert und sterben kann. Auch ist bei hartem Wasser auf die Ammonium Konzentration zu achten.

Der Diskus lebt in der Amazonas und Rio Negro Region. In der Region in der der Rio Negro in den Amazonas mündet fließt der Rio Negro mit seinem schwarzen Wasser kilometerweit neben dem weißen Amazonas her, bis sich beide Flüße in ein lehmbraunes Wasser vermischt haben.

Die Wasserwerte der beiden Flüsse sind wie folgt:

Wasserwert

Schwarzwasser

Weißwasser

Einheit

PH-Wert

4,42

6,30


Elektr Leitfähigkeit

15

23

µS/cm

Carbonathärte

0,1

0,7

°dH

Gesamthärte

0,003

0,4

°dH

Da die Jahreszeiten in Südamerika denen in Europa diagonal gegenüberliegen ist das Wasser im Sommer niedriger zu temperieren als im Winter. Der Europäer kann die Wassertemperaturen im Sommer zwischen 26°C und 27°C belassen, während die Fische es im Winter bei 29°C bis 31°C lieben, sich bei Ihnen aufzuhalten.

Zur Veranschaulichung zeigt Ihnen die folgende Tabelle den Temperaturverlauf und die Regentage in Brasilien im Monatsdurchschnitt:

Monat

01

02

03

04

05

06

07

08

09

10

11

12

Min. Temp. °C

23

23

22

21

19

18

17

18

18

19

20

22

Max. Temp. °C

29

29

28

27

25

24

24

24

24

25

26

28

Feuchtigkeit %

76

78

81

80

79

78

77

75

78

78

77

77

Regentage

13

11

14

10

20

7

7

7

11

13

13

14

Die meisten Aquarianer von Gesellschaftsaquarien werden jetzt vermutlich sagen, daß bei diesen Bedingungen Ihr restlicher Fischbestand nicht lebensfähig erscheint. Der Diskus verträgt auch die Bedingungen eines gewöhnlichen Gesellschaftsaquarium und kann darin sein stattliches Alter von 15 Jahren erreichen. Ich habe hier nur die Bedingungen seiner natürlichen Umgebung beschrieben.


Wassergifte

Ein großer Teil des Fischfutters besteht aus Stickstoffverbindungen, die als Futterreste, Urin und Kot das Wasser belasten. Dazu kommt Ammonium, das aus dem Ammoniak entsteht, das die Fische ausatmen. Ammonium das der Pflanzendüngung dient ist für die Fische relativ ungefährlich. Steigt der PH-Wert im Wasser in den alkalischen Bereich zerfällt Ammonium sehr schnell zu freien Ammoniak und Wasser. Das Auftreten von freiem Ammoniak im Aquarium muss unbedingt vermieden werden, da es sich bei einer Konzentration über 0,1 mg/l für die Aquarienbewohner tödlich sein kann. Der PH-Wert muss also im sauren Bereich bleiben.

Ist der Filter gut eingefahren wird Ammonium durch Bakterien zu Nitrit umgewandelt, das zwar ungefährlicher ist als Ammonium, dennoch unter 1mg/l liegen muss. Dieses wird von Bakterien zu Nitrat abgebaut.

Sauerstoff ist also unbedingt notwendig zum Abbau der Verunreinigungen und Gifte, da der Abbau einen Oxidationsprozess darstellt.

Bei steigenden Nitratwerten sinkt das allgem Wohlbefinden der Fische. Der Nirtratwert darf 100mg/l nicht übersteigen.

Nitrit ist ein Nervengift, das im Aquarium unbedingt vermieden werden sollte. Der Nitritwert sollte nach Möglichkeit gegen 0 mg/l tendieren und 0,1 mg/l nicht übersteigen. Nitrit macht die Fische apathisch und appetitlos. Falls Ihre Fische die Nahrung verweigern kann dies am überhöhten Nitritwert liegen. Der Nitritwert ist in diesem Falle vorsorglich zu überprüfen. Sollte das Nitrit einen signifikanten Wert erreichen ist ein sofortiger Wasserwecksel von 2/3 des Beckeninhaltes erforderlich.

Der wöchentliche Wasserwechsel von 2/3 des Beckeninhalts sollte in gewöhnlich besetzten Aquarien ohnehin selbstverständlich sein. Lediglich sehr schwach besetzte Aquarien erlauben längere Intervalle.

Soll der Diskus in naturgetreuem Wasser leben ist eine Osmoseanlage unbedingt erforderlich. Auch sollte über Ausströmer für ausreichende Sauerstoffzufuhr gesorgt werden. Da Dikusse sehr weiches Wasser lieben solte auf eine CO2 Anlage besser verzichtet werden, auch wenn die CO2 Düngung den Pflanzen gut tut. Diskusse reagieren auf CO2 Düngung mit Nahrungsverweigerung.


Futter

Lebendfutter:

Artemia, weiße Mückenlarven, rote Mückenlarven, Tubifex

Rindfleischmix:

300 gr Rinderherz

1 Zehe Knoblauch

und wahlweise einige Blätter Salat, eine Mohrrübe, einen Apfel, eine Birne ec.

Alles das wird durch den Fleischwolf gedreht oder/und mit dem Pürierstab zu einer sehr feinen Paste verarbeitet. Welche Konsistenz Sie ihren Fischen füttern, hängt von der Größe und dem Gusto ihrer Fische ab. Am besten probieren Sie es einfach aus. Ich habe meinen Tieren Löwenzahn von der Wiese mit in das Futter gemischt. Die Tiere haben dieses sehr gerne gefressen. Es ist ihnen wohl bekommen.

Fisch-Garnelenmix

1 Seelachsfilet oder äquivalent ein anderes Fischfilet

150 gr Garnelen

1 Zehe Knoblauch

und wahlweise einige Blätter Salat, eine Mohrrübe, einen Apfel, eine Birne ec.

Alles das wird durch den Fleischwolf gedreht oder/und mit dem Pürierstab zu einer sehr feinen Paste verarbeitet. Welche Konsistenz Sie ihren Fischen füttern, hängt von der Größe und dem Gusto ihrer Fische ab. Am besten probieren Sie es einfach aus.

Machen Sie einmal den Spaß und werfen Sie einen Garnelenschwanz oder ein Stück Fisch in das Becken. Die Fische zeigen Ihnen Ihr Schwarmverhalten. Beim Kampf um den leckersten Bissen erkennen Sie die Position Ihrer Fische im Schwarm. Es ist ein Event den Tieren beim Zerlegen des Futtertieres zuzusehen.

Frostfutter:

Weiße und rote Mückenlarven, Artemia

Granulat

Es werden von verschiedenen Herstellern Granulate angeboten, an die der Diskus gewöhnt werden kann. Ich empfehle auszuprobieren, welches Trockenfutter Ihr Diskus bevorzugt und dieses zu verfüttern.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß meine Diskusse neben Artemia und weißen Mückenlarven als Lebendfutter den Rindfleischmix am liebsten fressen. Rinderherz gilt auch als sehr nahrhaft, sodaß die Fische mit diesem Futter sehr schnell zu ihrer stattlichen Größe von ca. 20 cm Länge heranwachsen. Sehr gerne fressen sie auch als Frostfutter angebotene Mückenlarven und ausgewachsene Artemia. Von gefrorenen kleinen Insekten wie Wasserflöhen sollte man absehen, da dieses Futter für die großen Diskusfische zu klein ist. Solches Futter kann bei Jungfischen verwendet werden.


Gesellschaftsfische und andere Tiere

Auch wenn der Diskus von seiner Veranlagung ein sehr friedlicher Fisch ist ist zu beachten, daß er ein Raubfisch ist und kleine Fische wie ein Neon unter Diskussen zum Lebendfutter mutieren kann. Fische, die mit Diskussen gehalten werden sollten daher robust und groß genug sein, um sich im Zusammenleben mit diesen majestätischen Fischen durchsetzen zu können. Dies gilt auch für Garnelen. Ich habe mit Junggarnelen die Erfahrung gemacht, daß sie der Diskus sehr schnell als Futter betrachtet. Sie wurden bei mir keine Woche alt. Auch Schnecken gelten Diskusse als Delikatesse. Als ich mein verschnecktes Becken mit meinem Erstbesatz Diskusse besetzte, machte ich mir wegen des einmonatigen Appetitmangels der Tiere große Sorgen, bis mir auffiel, daß der Schneckenbesatz sichtbar abnahm. Dasselbe gilt für wertvolle L-Wels-Jungtiere. Fische sollten mindestens 5 cm lang sein, damit sie die Gesellschaft der Diskusse angstfrei geniessen können.


Symbiosen

Muscheln sind Wasserfiltrierer und haben den Kot der Diskusse zum fressen gern. Der Bodengrund sollte daher nicht zu sauber sein, da die Muschel sonst verhungert.

Kleine Buntbarsche und Welse fressen das, was der Diskus beim Fressen im Wasser zerstäubt und das was zum Boden fällt.

Neonfische fressen Schwebeteile bzw Futterreste im Wasser und dienen auch als Lebendfutter.

Eine Prachtschmerle sieht nichŧ nur gut aus, sie zeigt auch hörbar an, wenn etwas mit dem Wasser nicht stimmt. Schwimmt sie oft an die Wasseroberfläche und schnappt schmatzend nach Luft ist dringend eine Kontrolle des Wasser und ggfs. ein Wasserwechsel geboten und der Grund zu suchen, warum das Wasser nicht mehr in Ordnung ist.


All dies gilt für südamerikanische Diskusse. Der europäische Alenquer lebt in neutralem bis alkalischem Wasser und benötigt niedrigere Wassertemperaturen.

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